Ein Badheizkörper im Mischbetrieb verbindet einen wassergeführten Heizkörper mit einer elektrischen Zusatzheizung. Während der Heizperiode kann der Heizkörper über das zentrale Heizsystem betrieben werden; für eine davon unabhängige Nutzung steht zusätzlich ein geeigneter elektrischer Heizstab zur Verfügung. Das ist besonders interessant für warme Handtücher in der Übergangszeit und im Sommer – verlangt aber eine saubere Abstimmung von Heizkörper, Heizstab, hydraulischem Anschluss, Regelung und Elektroinstallation.
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Was bedeutet Mischbetrieb beim Badheizkörper?
Das Konzept wird häufig bei Handtuch- und Badheizkörpern eingesetzt. Im normalen Heizbetrieb strömt Heizungswasser durch den Heizkörper. Die Wärme stammt dann aus dem zentralen Wärmeerzeuger des Gebäudes.
Wird dagegen elektrische Zusatzwärme benötigt, übernimmt der Heizstab die Wärmeerzeugung direkt im Heizkörper. Voraussetzung ist eine dafür vorgesehene Konstruktion und fachgerechte Installation.
Wassergeführt
Der Heizkörper bleibt Bestandteil des zentralen Heizkreises und wird über Vorlauf und Rücklauf versorgt.
Elektrisch
Ein geeigneter Heizstab stellt bei Bedarf Wärme direkt am Badheizkörper bereit.
Ein Heizkörper
Beide Funktionen werden in einer dafür vorgesehenen Heizkörperlösung kombiniert.
Mischbetrieb bedeutet dagegen nicht, dass beide Wärmequellen zwingend gleichzeitig arbeiten sollen. Wie der konkrete Heizkörper betrieben werden darf, richtet sich nach Aufbau, Anschlusskomponenten und Herstellerangaben.
Wann lohnt sich ein Badheizkörper im Mischbetrieb?
Der wichtigste Vorteil ist die zeitliche Unabhängigkeit vom zentralen Heizbetrieb. Ein klassischer wassergeführter Handtuchheizkörper liefert nur dann Wärme, wenn das Heizsystem entsprechende Wärme bereitstellt. Der zusätzliche elektrische Betrieb kann diese Lücke schließen.
Typische Situation: Sommer
Das Gebäude benötigt keine Raumheizung und der zentrale Heizbetrieb ist entsprechend reduziert oder abgeschaltet. Trotzdem sollen nach dem Duschen warme Handtücher zur Verfügung stehen. Der elektrische Teil kann den Badheizkörper dafür unabhängig vom normalen Heizbetrieb nutzbar machen.
Typische Situation: Übergangszeit
Im Frühjahr oder Herbst kann der Wärmebedarf des gesamten Gebäudes gering sein, während im Bad kurzfristig zusätzlicher Komfort gewünscht wird. Auch hier kann die lokale elektrische Zusatzfunktion praktisch sein.
Typische Situation: reguläre Winterheizung
Während der eigentlichen Heizperiode kann der Heizkörper wie eine normale wassergeführte Heizfläche in das Heizsystem eingebunden werden. Das ist der entscheidende Unterschied zu einem rein elektrischen Handtuchheizkörper.
Was braucht man für den Mischbetrieb?
Ein funktionierendes System besteht nicht nur aus einem Heizkörper und irgendeinem Heizstab. Vor der Bestellung müssen mehrere Komponenten zusammenpassen.
| Komponente | Aufgabe | Vor dem Kauf prüfen |
|---|---|---|
| Badheizkörper | Gibt Wärme an Raum und Handtücher ab | Eignung für Mischbetrieb bzw. Heizstab, Anschlüsse, Leistung, Abmessungen |
| Heizstab | Erzeugt elektrische Wärme im Heizkörper | Freigegebene Leistung, Gewinde, Einbaulage, Regelung, elektrische Anforderungen |
| Hydraulische Armatur | Verbindet Heizkörper mit Vor- und Rücklauf | Anschlussart, Rohrführung, Heizsystem und Ventilfunktion |
| Zusätzlicher Heizstabanschluss oder Adapter | Schafft bei geeigneter Konstruktion den Einbauplatz für den Heizstab | Ob der Heizkörper bereits einen separaten Anschluss besitzt oder eine freigegebene Adapterlösung benötigt |
| Elektrische Versorgung | Versorgt den Heizstab | Montageort, Anschlussart, Schutzmaßnahmen und Herstelleranforderungen |
| Regelung | Steuert den elektrischen Betrieb | Funktionen des konkreten Heizstabs und vorgesehene Betriebsweise |
Wie wird ein Badheizkörper für Mischbetrieb angeschlossen?
Es gibt nicht nur eine einzige Anschlusslösung. Welche Variante technisch sinnvoll ist, hängt vom Heizkörper und von der vorhandenen Rohrführung ab.
Variante 1: separater Anschluss für den Heizstab
Besonders übersichtlich ist eine Heizkörperkonstruktion, bei der Vorlauf und Rücklauf über die dafür vorgesehenen Heizungsanschlüsse geführt werden und zusätzlich eine geeignete Öffnung für den Heizstab vorhanden ist.
Das ist bei der Neuplanung komfortabel, weil der elektrische Einbauplatz nicht mit einem hydraulischen Anschluss konkurriert.
Variante 2: geeignete Adapter- beziehungsweise T-Stück-Lösung
Bei dafür geeigneten Badheizkörpern kann eine zusätzliche Anschlusskomponente verwendet werden, wenn Heizstab und hydraulischer Anschluss konstruktiv an derselben Seite untergebracht werden müssen.
Dabei wird die konkrete Einbausituation durch Heizkörper, Adapter, Heizstab und Ventil bestimmt. Gewindegröße allein ist deshalb kein ausreichender Kompatibilitätsnachweis.
Mittelanschluss und Heizstab: Wie lässt sich beides kombinieren?
Bei einem Badheizkörper mit Mittelanschluss werden Vorlauf und Rücklauf im unteren mittleren Bereich des Heizkörpers angeschlossen. Bei entsprechenden Heizkörpern ist ein Anschlussabstand von 50 mm verbreitet; entscheidend bleibt immer das konkrete Produktmaß.
Für den Mischbetrieb ist nun die zweite Frage wichtig: Wo wird der Heizstab eingebaut?
Besitzt der Heizkörper neben dem Mittelanschluss geeignete zusätzliche Anschlüsse, kann die hydraulische Verbindung über den Mittelanschluss erfolgen und ein dafür vorgesehener seitlicher unterer Anschluss für den Heizstab genutzt werden. Ob dies bei einem konkreten Modell möglich ist, muss anhand dessen technischer Ausführung geprüft werden.
Welche Leistung sollte der Heizstab haben?
Eine verbreitete Fehlentscheidung besteht darin, den stärkstmöglichen Heizstab zu wählen, damit der Heizkörper vermeintlich schneller warm wird. Das ist keine sichere Auswahlmethode.
Heizstab und Heizkörper bilden im Elektrobetrieb ein thermisches System. Deshalb müssen unter anderem zulässige Heizstableistung, Einbauposition, Wärmeabgabe, Regelung und vorgesehene Betriebsweise zueinander passen.
Heizstableistung und Raumheizlast sind zwei verschiedene Größen
Soll der elektrische Teil lediglich Handtücher erwärmen oder zeitweise Komfortwärme liefern, ist seine Aufgabe eine andere als bei einer elektrischen Vollbeheizung des Badezimmers.
Soll der Heizkörper dagegen auch elektrisch einen relevanten Anteil der Raumheizlast übernehmen, muss zusätzlich geprüft werden, welche Wärmeleistung der Raum tatsächlich benötigt.
Wie funktioniert Mischbetrieb im Winter und Sommer?
| Betriebssituation | Wärmequelle | Was ist entscheidend? |
|---|---|---|
| Regulärer Heizbetrieb | Zentrales Heizsystem | Hydraulische Einbindung und ausreichende Heizkörperleistung |
| Sommer | Elektrischer Heizstab | Freigegebene elektrische Betriebsweise und korrekte hydraulische Konfiguration |
| Übergangszeit | Je nach Bedarf und System | Betriebsanleitung und Regelstrategie des konkreten Systems |
| Zentralheizung aktiv | Normalerweise wassergeführt | Elektrischen Zusatzbetrieb nur entsprechend der vorgesehenen Betriebsweise nutzen |
Warum die Ventilstellung nicht pauschal angegeben werden sollte
Im Internet finden sich widersprüchliche Anweisungen wie „beide Ventile schließen“, „Rücklauf offen lassen“ oder „Vorlauf schließen“. Eine solche pauschale Anleitung ist für einen allgemeinen Ratgeber ungeeignet.
Die zulässige Stellung hängt von der hydraulischen Konstruktion und der vom Hersteller vorgesehenen Betriebsweise ab. Beim Erwärmen des Heizmediums muss dessen thermische Ausdehnung konstruktiv sicher berücksichtigt sein.
Hydraulik, Heizungswasser und thermische Ausdehnung richtig berücksichtigen
Ein Mischbetriebs-Heizkörper bleibt Bestandteil einer Warmwasser-Heizungsanlage. Damit gelten nicht nur Anforderungen an den Heizstab, sondern ebenso die hydraulischen Randbedingungen des Heizsystems.
Beim Erwärmen verändert das Heizmedium sein Volumen. Die Heizungsanlage muss für diese Betriebszustände ausgelegt sein. Deshalb ist es technisch problematisch, Ventilstellungen oder Absperrstrategien unabhängig von der konkreten Anlage vorzugeben.
Heizungswasser ist nicht Trinkwarmwasser
Der Begriff „Warmwasserbetrieb“ kann missverständlich sein. Durch einen wassergeführten Badheizkörper fließt Heizungswasser aus einem geschlossenen Heizkreis – nicht das Trinkwasser, das an Dusche oder Waschbecken austritt.
Bei Nachrüstung nicht unnötig Wasserchemie verändern
Ein Heizkörper im Mischbetrieb bleibt hydraulisch mit der Heizungsanlage verbunden. Zusätze oder Füllmedien dürfen deshalb nicht einfach wie bei einem isolierten, rein elektrischen Heizkörper behandelt werden.
Für Warmwasser-Heizungsanlagen behandelt die VDI 2035 unter anderem die Vermeidung von Schäden durch Steinbildung und wasserseitige Korrosion. Bei Arbeiten am bestehenden Heizkreis sollten deshalb die Anforderungen der Gesamtanlage berücksichtigt werden.
Elektrischer Heizstab im Badezimmer: Was ist sicherheitstechnisch wichtig?
Sobald ein Badheizkörper einen elektrischen Heizstab erhält, wird zusätzlich zur Heizungstechnik die Elektroinstallation relevant. Räume mit Badewanne oder Dusche unterliegen besonderen Anforderungen.
Für elektrische Anlagen in Räumen mit Badewanne oder Dusche gelten besondere Anforderungen der DIN-VDE-Normenreihe. Deshalb sollte insbesondere bei einem Festanschluss oder einer Änderung der vorhandenen Elektroinstallation eine Elektrofachkraft einbezogen werden.
Warum „IPX4 = überall im Bad“ falsch wäre
Die Schutzart beschreibt definierte Eigenschaften des Betriebsmittels gegenüber äußeren Einflüssen. Die zulässige Installation ergibt sich aber zusätzlich aus dem jeweiligen Bereich und den dort geltenden Installationsanforderungen.
Vor der Bestellung sollte deshalb bereits feststehen, wo Heizkörper, Heizstab, Regler und elektrische Zuleitung angeordnet werden sollen.
Mischbetrieb bei Wärmepumpe oder Fußbodenheizung
Badheizkörper zusammen mit einer Wärmepumpe
Bei einem wassergeführten Heizkörper ist die abgegebene Wärmeleistung von den Systemtemperaturen abhängig. Wird eine Heizungsanlage mit niedrigerer Vorlauftemperatur betrieben, muss deshalb geprüft werden, welche Leistung der Badheizkörper unter diesen Bedingungen tatsächlich erreicht.
Ein zusätzlicher Heizstab kann für zeitlich begrenzte Komfortanforderungen interessant sein. Er sollte jedoch nicht dazu dienen, eine grundsätzlich falsch dimensionierte wassergeführte Heizfläche dauerhaft zu kaschieren.
Badheizkörper zusammen mit Fußbodenheizung
Übernimmt eine Fußbodenheizung bereits die Raumheizlast, kann der Badheizkörper eine andere Aufgabe erhalten: Handtücher aufnehmen, zusätzliche Komfortwärme bereitstellen und außerhalb des regulären Heizbetriebs flexibel nutzbar sein.
Gerade in diesem Szenario kann Mischbetrieb attraktiv sein. Ob der Badheizkörper hydraulisch in denselben Heizkreis eingebunden werden kann, hängt allerdings von der Anlagenplanung und den benötigten Systemtemperaturen ab.
Kann man einen vorhandenen Badheizkörper auf Mischbetrieb nachrüsten?
Heizkörper identifizieren
Modell, Anschlüsse, technische Unterlagen und vorgesehene Betriebsarten feststellen.
Heizstab-Eignung prüfen
Nicht allein anhand des Gewindes entscheiden. Freigabe, Leistung und Einbauposition müssen zum Heizkörper passen.
Hydraulische Situation aufnehmen
Vorlauf, Rücklauf, Ventile, Anschlussart und vorhandene Rohrpositionen dokumentieren.
Elektrischen Montageort prüfen
Position im Badezimmer, Anschlussmöglichkeit und elektrische Schutzanforderungen vor der Bestellung klären.
Anschlusslösung bestimmen
Prüfen, ob ein separater Heizstabanschluss vorhanden ist oder eine ausdrücklich geeignete Adapterlösung benötigt wird.
Montage fachgerecht ausführen
Arbeiten am Heizkreis und an der Elektroinstallation entsprechend den technischen Vorgaben ausführen lassen.
Fehlen technische Unterlagen zum vorhandenen Heizkörper, ist Zurückhaltung sinnvoll. Ein unbekannter Alt-Heizkörper sollte nicht allein aufgrund eines scheinbar passenden Gewindes elektrifiziert werden.
Die häufigsten Fehler beim Mischbetrieb
| Fehler | Warum problematisch? | Besser |
|---|---|---|
| Beliebigen Heizstab kaufen | Mechanische Passform beweist keine thermische Eignung. | Freigegebene Kombination auswählen. |
| Größtmögliche Wattzahl wählen | Heizstableistung muss zum Heizkörper passen. | Technische Vorgaben des Heizkörpers beachten. |
| Ventile nach Internet-Faustregel einstellen | Hydraulische Konstruktionen unterscheiden sich. | Vorgesehene Betriebsweise des Systems befolgen. |
| Heizstab trocken einschalten | Ein für Flüssigkeitsbetrieb vorgesehener Heizstab benötigt die korrekte Wärmeabfuhr. | Nur entsprechend Montage- und Betriebsanleitung in Betrieb nehmen. |
| IP-Angabe isoliert betrachten | Der zulässige Montageort hängt von weiteren Elektroanforderungen ab. | Montageort und Elektroinstallation gemeinsam prüfen. |
| Raumheizlast ignorieren | Warme Handtücher bedeuten nicht automatisch ausreichende Raumheizung. | Bei Hauptheizung benötigte Raumleistung bestimmen. |
| Heizungswasser eigenmächtig verändern | Der Heizkörper gehört weiterhin zur Gesamtanlage. | Füllwasseranforderungen der Heizungsanlage beachten. |
| Rohranschlüsse erst nach dem Kauf messen | Umbauten können vermeidbar sein. | Anschlusspositionen vor Produktauswahl aufnehmen. |
Szenariofinder: Ist Mischbetrieb für mein Badezimmer sinnvoll?
Kauf-Checkliste für Badheizkörper im Mischbetrieb
- Geprüft, ob Mischbetrieb gegenüber reinem Warmwasser oder Elektro tatsächlich benötigt wird
- Heizkörper ausdrücklich für Heizstab beziehungsweise Mischbetrieb geeignet
- Gewünschte hydraulische Anschlussart festgelegt
- Vorhandene Rohrpositionen exakt vermessen
- Vorlauf und Rücklauf identifiziert
- Geprüft, ob ein separater Heizstabanschluss vorhanden ist
- Falls Adapter benötigt wird: Kompatibilität mit Heizkörper und Armatur geprüft
- Heizstableistung anhand der technischen Freigabe ausgewählt
- Gewinde und zulässige Einbaulage des Heizstabs geprüft
- Elektrische Regelungsfunktionen des Heizstabs geprüft
- Montageort des elektrischen Teils im Badezimmer festgelegt
- Elektrische Schutzanforderungen vor dem Kauf geprüft
- Geplante Kabelführung berücksichtigt
- Ausreichend Platz für Heizstab und Regler vorhanden
- Wandabstände und Bodenfreiheit berücksichtigt
- Heizkörperleistung für die tatsächlichen Systemtemperaturen geprüft
- Bei Wärmepumpe die niedrigere Vorlauftemperatur berücksichtigt
- Bei Hauptheizung die Raumheizlast berücksichtigt
- Vorgesehene Ventilstellung für elektrischen Betrieb aus den Produktunterlagen geklärt
- Montage und Inbetriebnahme fachgerecht eingeplant
Häufige Fragen zum Mischbetrieb bei Badheizkörpern
Was bedeutet Mischbetrieb bei einem Badheizkörper?
Der Heizkörper ist an das wassergeführte Heizsystem angeschlossen und besitzt zusätzlich einen geeigneten elektrischen Heizstab. Dadurch stehen zwei Wärmequellen für denselben Heizkörper zur Verfügung.
Kann jeder Badheizkörper im Mischbetrieb betrieben werden?
Nein. Der Heizkörper muss konstruktiv für den zusätzlichen elektrischen Betrieb geeignet sein. Anschlüsse, Einbaulage und zulässige Heizstableistung müssen geprüft werden.
Kann ich jeden Heizstab in einen Badheizkörper einschrauben?
Nein. Ein passendes Gewinde allein reicht nicht aus. Heizstableistung, Einbaulage, thermische Eignung, Regelung und Freigabe für den konkreten Heizkörper müssen zusammenpassen.
Ist Mischbetrieb dasselbe wie ein elektrischer Handtuchheizkörper?
Nein. Ein rein elektrischer Heizkörper benötigt keinen wassergeführten Heizkreis. Beim Mischbetrieb bleibt der Badheizkörper zusätzlich mit der Zentralheizung verbunden.
Kann ich den Heizstab im Sommer benutzen?
Genau dafür wird Mischbetrieb häufig eingesetzt. Der Heizkörper kann elektrisch Wärme bereitstellen, wenn vom zentralen Heizsystem keine Raumwärme benötigt wird. Die vorgesehene hydraulische Betriebsweise muss dabei eingehalten werden.
Muss ich beim Elektrobetrieb Vorlauf und Rücklauf schließen?
Dafür gibt es keine allgemeingültige Anweisung. Die zulässige Ventilstellung hängt von der Konstruktion des Heizkörpers und seiner Anschlussarmaturen ab. Maßgeblich sind die Montage- und Betriebsunterlagen der verwendeten Komponenten.
Warum darf man den Heizkörper nicht einfach komplett absperren?
Beim Erwärmen des Heizmediums muss dessen thermische Ausdehnung konstruktiv berücksichtigt werden. Eine eigenmächtige hydraulische Isolierung kann die vorgesehene Druckhaltung verändern. Deshalb die vorgeschriebene Betriebsweise des konkreten Systems einhalten.
Brauche ich für Mischbetrieb ein T-Stück?
Nicht grundsätzlich. Manche Heizkörper besitzen einen separaten geeigneten Anschluss für den Heizstab. Bei anderen dafür geeigneten Konstruktionen kann eine Adapter- beziehungsweise T-Stück-Lösung vorgesehen sein.
Kann ich einen Mittelanschluss und einen Heizstab kombinieren?
Ja, wenn der konkrete Heizkörper dafür geeignete zusätzliche Anschlüsse besitzt. Der Mittelanschluss kann dann für Vor- und Rücklauf genutzt werden, während der Heizstab an einer dafür vorgesehenen Position montiert wird.
Wie stark muss der Heizstab sein?
Die zulässige Heizstableistung sollte anhand der technischen Vorgaben des Heizkörpers ausgewählt werden. Eine pauschale Wattzahl allein anhand der Badezimmergröße ist keine geeignete Auswahlmethode.
Ist der stärkste Heizstab immer besser?
Nein. Die elektrische Leistung muss thermisch zum Heizkörper passen. Mehr Watt bedeuten nicht automatisch eine bessere oder zulässige Lösung.
Kann Mischbetrieb mit einer Wärmepumpe kombiniert werden?
Grundsätzlich ja. Die wassergeführte Heizleistung des Badheizkörpers muss jedoch bei den tatsächlich vorgesehenen Systemtemperaturen geprüft werden. Der Heizstab kann anschließend als zusätzliche elektrische Funktion betrachtet werden.
Ist Mischbetrieb zusammen mit Fußbodenheizung sinnvoll?
Das kann sinnvoll sein, wenn die Fußbodenheizung die Grundlast des Badezimmers übernimmt und der Badheizkörper zusätzlich Handtücher wärmen oder zeitweise Komfortwärme bereitstellen soll. Die hydraulische Planung muss zum Gesamtsystem passen.
Kann ich meinen bestehenden Handtuchheizkörper nachrüsten?
Nur wenn dessen technische Konstruktion einen geeigneten Heizstab beziehungsweise Mischbetrieb zulässt. Bei unbekannten Altmodellen sollte nicht allein aufgrund eines freien Gewindeanschlusses von einer Eignung ausgegangen werden.
Muss ein Badheizkörper im Mischbetrieb mit Thermoflüssigkeit gefüllt werden?
Ein wassergeführter Mischbetriebs-Heizkörper ist Bestandteil der Heizungsanlage. Das darin befindliche Heizmedium richtet sich daher nach der gesamten Heizungsanlage. Zusätze sollten nicht eigenmächtig nur für diesen Heizkörper eingebracht werden.
Kann der Heizstab trocken betrieben werden?
Ein für den Betrieb im Heizmedium vorgesehener Heizstab darf nur entsprechend seiner Montage- und Betriebsanleitung betrieben werden. Die erforderliche Wärmeabfuhr und korrekte Befüllung müssen vor der Inbetriebnahme sichergestellt sein.
Reicht IPX4 automatisch für den Einbau im Badezimmer?
Nein. Die Schutzart ist nur ein Teil der Beurteilung. Der konkrete Montagebereich, Anschlussart, weitere Schutzmaßnahmen und Herstellerangaben müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
Kann ich den Heizstab selbst elektrisch anschließen?
Das hängt von Gerät und vorgesehener Anschlussart ab. Änderungen oder Festanschlüsse an der Elektroinstallation des Badezimmers sollten entsprechend den geltenden elektrotechnischen Anforderungen durch eine Elektrofachkraft ausgeführt werden.
Kann der Heizstab gleichzeitig mit der Zentralheizung laufen?
Ob und unter welchen Bedingungen dies zulässig oder sinnvoll ist, muss den Herstellerunterlagen der verwendeten Kombination entnommen werden. Eine allgemeine Freigabe für alle Mischbetriebs-Systeme gibt es nicht.
Ist Mischbetrieb günstiger als ein rein elektrischer Heizkörper?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Mischbetrieb ermöglicht unterschiedliche Wärmequellen, die tatsächlichen Betriebskosten hängen jedoch von Wärmebedarf, Nutzungsdauer, Wärmeerzeuger, Energiepreisen und Regelung ab.
Was sollte ich vor der Bestellung zuerst prüfen?
Prüfen Sie Heizkörper-Eignung, vorhandene Rohranschlüsse, benötigte Wärmeleistung, zulässigen Heizstab, gewünschte Anschlussarmatur und die elektrische Installationssituation. Erst danach sollte die konkrete Kombination bestellt werden.
Mischbetrieb funktioniert gut, wenn Warmwasser und Elektro gemeinsam geplant werden
Wer einen neuen Badheizkörper plant, sollte die elektrische Zusatzfunktion deshalb bereits vor der Bestellung berücksichtigen. So lassen sich Heizstabposition, Rohrführung, Armaturen und Stromzuführung sauber aufeinander abstimmen.
Bei einer Nachrüstung ist die Ausgangslage anspruchsvoller. Ein vorhandener Heizkörper ist nicht allein deshalb für Mischbetrieb geeignet, weil ein freier Anschluss vorhanden ist. Die technische Freigabe und die zulässige Heizstableistung sind wichtiger als die rein mechanische Passform.
Ebenso sollte der elektrische Betrieb nicht mit pauschalen Ventilregeln aus dem Internet geplant werden. Das Heizmedium dehnt sich beim Erwärmen aus; die hydraulische Betriebsweise muss deshalb zur konkreten Konstruktion passen.
Wer diese Punkte vor dem Kauf klärt, erhält genau den Nutzen, für den Mischbetrieb gedacht ist: einen wassergeführten Badheizkörper für den regulären Heizbetrieb und eine unabhängige elektrische Zusatzfunktion für Zeiten, in denen lokal Wärme gewünscht wird.

